Tag 0 + 1465 | Frau vom See

Tinder. Fast vergessen. Gelangweilt von Flachen Dialogen und einfältigen Menschen. Mehr scheint es hier nicht mehr zu geben. An diesem Sonntag aber schlägt ein Superlike zurück. Durch ihre Wortwahl gehört ihr gleich meine Bühne. Zentriert. Spot an.

Bin entzückt. Blond. 178 cm in der Länge. Tolle Augen.

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„Frei ab 12 Jahren“ heißt: Der Held kriegt das Mädchen. „Frei ab 16“: Der Bösewicht kriegt das Mädchen. „Frei ab 18″: Beide kriegen das Mädchen“.

Michael Douglas

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Tag 0+1070

Sie postet Pärchenbilder auf WA. Manmanman, die Brille muss dunkelrosa sein.

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​ Viagra

„Ach weißt du mein Guter, auch einen Porschemotor kann man tunen!“

Grausamer

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Versuchung ist ein Parfüm, das man so lange riecht, bis man die Flasche haben möchte.

Jean Paul Belmondo

Tag 0+1065

Fällt mir gerade ein. Ein paar Tage her, eine Openhouse-House Veranstaltung eines Softwarehauses in MUC. Eine wahrhaft lustige und durchaus interessante Ansammlung von Menschen vor Ort. Der grunzende und stinkende von der Financial Times rechts neben mir, meine bevorzugten Kollegen des Schwesterverlags, vor mir und zu meiner linken der Cowboy. Nicht zu vergessen, die grandios schlechten Dozenten von der Software-Fraktion.

Normal schert es mich einen Dreck, was Menschen um mich herum machen. So lange sie sich benehmen und mir selbiges erlauben. Cowboy aber schob sich alsbald in meinen Fokus. Reichlich unruhig rutschte er von der linken Arschbacke auf die rechte. Dabei wischte er des Öfteren seine dreckigen, ungepflegten „Cowboy“-Stiefel an meiner Hose ab. Fast wäre es an der Zeit gewesen, meinen Unmut kund zu tun, lese aber ein „Schlagwort“ auf seinem Handy, das er ständig entsperrt, ein paar Zeichen tippt und wieder sperrt. „Sir“ lese ich. „Du hast das „Sir “ vergessen.“

Cowboy macht wohl gerade eine „Kleine“, wie er sie nennt, klar. Fast holt mich das schlechte Gewissen, doch die schmutzige Hose muss er wiedergutmachen und der Inhalt der Nachrichten ist zu verlockend. Cowboy gibt dem Pferd Sporen. „Kleine“ muss ihm sofort ein Bild schicken. Alle Achtung. „Kleine“ ist scharf. Neidloses Zugeständnis. Cowboy weiter: Heute Abend wird sie ihm, nur mit halterlosen Strümpfen und High-Heels am Leib, die Türe öffnen.

Sein Wortlaut ähnelt meinem verblüffend, in ähnlichen Konversionen. Sie bettelt, wenigstens einen Morgenmantel drüberziehn zu dürfen. Großzügig gesteht er zu. Danach wird er Ihr seine Zunge vorstellen. Mit ihr wird er sie nahe der Ohnmacht lecken, sie währenddessen beobachten und genießen.

Cowboy ist nicht hektisch. Auch nicht gestresst. Er ist schlicht geil. Muss zugeben, ein bisschen bin ich es auch.

Jäh unterbrochen wird der Dom-Sub Dialog, als er die Meldung bekommt das, am Vorabend erschienene, iOS noch nicht in der Firma auszurollen. Er hat wohl irgendwas mit IT am Hals und schreibt pflichtbewusst sofort eine E-Mail an seine Kollegen.

Genug der Ablenkung, wendet er sich wieder seiner neu erworbenen Sub zu. Im weiteren Verlauf stellt sich raus, dass es sich um eine Kollegin seinerseits handelt und dass ihr das Sub-Dasein wohl neu ist. Kann mit schmunzeln des Öfteren nicht verkneifen und nehm mir vor, sollte er mir beim Mittagessen über den Weg laufen, ihn mit „Sir, yes Sir“ zu Grüßen. Leider kommt es nicht dazu. Schade, hätte gern seinen Gesichtsausdruck gesehen.

Tags darauf war Cowboy sowas von relaxt und entspannt und folgte unbeirrt den Dozenten.

 

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Tag 0+1047

Belausche neulich ungewollt ein Gespräch auf dem Microsoft Campus zwischen zwei Menschen. Schätze sie hatten Schwänze. Bin mir da aber nicht so sicher.

Neutrum 1: „Habe mir jetzt einen Offroader gekauft.“
Neutrum 2: „Was echt? Habe ich mir auch schon überlegt. Ist echt angenehm so hoch zu sitzen.“
Neutrum 1: „Ja. Und jetzt wo der Winter kommt, hat man auch ein erhöhtes Sicherkeitsgefühl.“
Neutrum2: „Welchen hast Dir denn geholt?“
Neutrum1: „Einen X1.“

Ich: „Offroader? My ass! Ein Offroader hat Getriebeuntersetzung, ein- bis drei Differenzialsperren, sieht nicht aus wie ein Überraschungsei und ein Mann sitzt am Steuer.“

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Einen Verrat verzeihe ich nicht. Ein Irrtum immer.
Jean Paul Belmondo

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Tag 0+1023

Hab mich wohl etwas weit aus dem Fenster gelehnt. Ganz so einfach und easy wie gedacht wird es wohl nicht verlaufen. Immerhin wird das gleichbleibend negative Feeling ab und zu durch positives unterbrochen. Könnte aber auch an Fräänks Familienurlaub liegen. Machen fast täglich Ausflüge und Touren. Ob diese Ablenkung dafür verantwortlich ist, wird sich zeigen.
Ihr habe ich eine WA-Nachricht geschickt in der ich beiden das Beste wünsche und um Verständnis gebeten, dass ich sie blockiere. Ihre ständigen Statusmeldungen brauch ich nicht. Vor allem nicht das daraus resultierende Kopfkino. Und weil ich gerade dabei war, gleich Ihre Schwester auch. Ihre gemeinsamen Unternehmungen ficken mich genau so. Mit Patchwork braucht mir niemand kommen.
Übrigens könnte ich einiges im Gespräch mit Junior klären. „Er“ fährt gar keinen AMG, und Physiotherapeut ist er auch nicht. Was er macht wollte Junior aber irgendwie nicht sagen. Frage mich soeben warum mich diese Scheisse immer noch interessiert.

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Tag 0+1119

Ich will es nicht wissen. Ich will nur, dass es aufhört.

Lange waren diese Ansätze das Denken nicht wert. Aber jetzt, wo ich alles weiß und die Tiefschläge verdaut hab‘ sieht’s irgendwie anders aus. Fühle mich erleichtert. Freier und irgendwie ohne Last. Oder wenigstens mit deutlich geringerer. Vielleicht hat mein beschissenes Gehirn endlich kapiert loszulassen. Sie loszulassen.

Der Bergtripp, mit Junior heute, war richtig gut. Haben uns ausgesprochen. Regelrecht ausgekotzt. Der strategische Pfropfen ist raus. Haben über so ziemlich alles gelabert. Fast die ganze Tour. Hat uns beiden richtig gut getan. Seitdem geht’s mir noch besser. Habe seit langem das Gefühl, dass es aufwärts geht. Zudem habe ich gestern auf die Aussprache mit Miststück verzichtet und ihr lieber mal wieder den Schwanz reingesteckt. Tat wirklich gut. Ich hoffe dieser Zustand hält etwas an.

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Tag 0+1117

Sehr spät eingeschlafen und viel zu früh aufgewacht. Stromschläge durchfahren meinen Körper bei dem Gedanken an Sie und den Physiotherapeuten. Immer wieder.

Wenigstens kann ich mich an keinen Alptraum erinnern. Sofort vogelwach. Draußen wird’s gerade erst hell. Auf der Couch kann ich noch eine Stunde schlafen. Nützlicherweise habe ich heute Sonntagsdienst. Nur danach habe ich zwei Wochen Urlaub und somit viel Zeit für Stromstöße.

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Tag 0+1116

Heute war es so weit. Judgement-Day. Jahrelang habe ich die Örtlichkeiten mit hohem Trefffaktor gemieden. Die mit hohem Erinnerungsfaktor auch. Niemals hätte ich mit Sue oder gar Miststück etwa eines „unserer “ Lokale aufgesucht. Verdränger eben. Fräänk, zu Besuch mit seiner Horde, möchte heute aber auf dem Wochenmarkt frühstücken. Heute. An einem Samstag. An Dreckssamstagen war es bei uns Usus, dort im Sommer zu frühstücken und anschließend noch in der völlig überfüllten Stadt einen „Latte“ zu Konsumieren. Wie gefühlte 6000 Andere auch.

Rückblickend wusste ich es schon vorher. Komisch. Irgendwas bewegte mich nicht mit t-Shirt, Jeans und Turnschuhen dort aufzuschlagen. Mein Ego wollte coole Schale. Unantastbare Schale. Undurchdringbare Schale. Draußen arschkalt, zog ich den ultracoolen Neoprenmantel und Stiefel an. Eastwood wäre stolz auf mich. Irgendwie lächerlich. Sie wollte immer, dass ich Stiefel trage.

Auf dem Wochenmarkt laufen meine Scanner auf Volldampf. Jede blonde Frau wird auf Match geprüft. Bewege mich wie versteinert. Nicht mal Fräänks Brut kann mich ablenken. Erst an „unserem“ Würstchenstand angekommen entspanne ich etwas. Treffe die Frau eines Arbeitskollegen. Quatsche etwas mit ihr und bestelle für die Brut. Fräänk überredet mich, noch einen Kaffee zu trinken.

Dann donnert’s. Fuck. Alles passiert rasend schnell. Ein „Hallo“ von links. Keine drei Meter entfernt. Ein Hallo von Ihr. Sie strahlt mich an. Ihre Augen funkeln. Seh‘ sie an, erwiderte das „Hallo“. Sie sieht blendend aus. Glücklich. Ihre Figur ein Traum. Nähere mich aber nicht. Bleibe wo ich bin. Im Blickwinkel taucht er dann auf. Natürlich. Sie allein reicht nicht. Heute bekomm‘ ich’s mit dem Vorschlaghammer.

Ich beginne zu zittern. Habe weiche Knie. Ein Kerl mit annähernd zwei Metern und 90 Kilo. Fängt beim Anblick seiner Ex zu zittern an. Wie kurz vor einer Hauerei. Lächerlich.

Er. Mein Gott „Er“. Erst vor kurzen als „Schnösel“ beschrieben. Als „Depp“ und „Spack“ vom Syrer betitelt. Er mit dem AMG. Dann taucht auch noch Junior auf. Sie gehen auf den Wochenmarkt. Als Familie. Genau so, wie wir damals.

Wechsle ein paar Worte mit Junior. Weil man das so macht, bewegt sich Fräänks Frau rüber zum Smaltalk. Schließlich muss auch Fräänk. Ich wende mich dann Fräänks Kids zu, um irgendwas zu tun.

Ein stupfen von hinten zwingt mich zum Umdrehen. Vernehme ein „Hallo, ich bin sowieso…., wir haben ja ein gemeinsames blablahblah….“ ich kann mich an das gesagte nicht mehr erinnern. Ich reiche ihm meine Hand. Auch mein Erwidertes hab ich vergessen.

Was für ein Typ? Muss sagen, dass ich seine Aktion als fair und ihn sogar als sympathisch empfunden habe. Aber was für ein Typ? Es muss der Physiotherapeut sein, den mir Syrer schon vor sehr langer Zeit nannte. Wusste nicht, dass es immer noch dieser ist. Hoffte ja insgeheim, dass Sie wieder solo ist. Egal…

Zwar hat er meine Größe, alles andere ist aber das krasse Gegenteil von mir.

Lulatschfigur mit spitzem Bauchansatz und alternativ angehaucht. Schweinslöckchen und helle Augen. Vollbart und Dutt würden perfekt zu ihm passen. Helle Augen. Sie liebte dunkle Augen. Unseres Sohns dunkle Augen. Schwarze Augen. Meine Schwarzen Augen. In seinen Klamotten würde ich nicht in den Keller gehen. Sie mochte meinen Stil. Wusste ihn zu schätzen.

Sie muss ihn gern haben. Und er muss sehr nett sein. Das ist sicher! Ich nehm‘ reißaus. Unter dem Vorwand schnell Zigaretten zu holen verpiss‘ ich mich.

War mir klar, dass ich den beiden irgendwann über den Weg laufe. Aber doch nicht in dieser komprimieren Form.

Unsere geplante Bergtour danach kommt mir gelegen. Ich muss raus. Zwar ist eine Familientour geplant, aber ich werd schon mal ausbrechen können. Schon nach ein paar Metern streicht der kleinste aus der Brut die Segel. Schultere ihn und gib Gas.

Trage ihn bis zum Hüttenziel, aber reicht noch nicht. Fräänk und Co. bleiben an der Hütte zurück. Ich mach noch den Gipfel und möchte eigentlich noch viel weiter. Würde aber zu lange dauern. So laufe ich zurück.

Was wird wohl aus meinem Träumen? Werden sie noch schlimmer? Werden sie noch intensiver? Noch häufiger? Mit graut vor der Nacht.

 

 

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Tag 0+881

Das Eis wird dünner. Damals hoffte ich, dass es nicht noch weiter runter geht. Aber nach 881 Tagen habe ich meinen bisherigen Tiefpunkt erreicht. Klar, die Umgebungsbedingungen sind alles andere als optimal. Aber wann sind sie das schon? Fräänk schrieb mir, dass Full Metal Jackett auf Kabel eins läuft. Zieh ich mir natürlich rein. Danach bin ich so aufgewühlt, dass ich beschließe nochmal loszuziehen. Direkt zur tanke. Eine Schachtel Kippen kaufen. Fahr die Ringstraße. Wie vor 20 Jahren. Damals im B10 mit 3kw Sound unterm Hintern. Heute einen Bruchteil der Leistung. Gefährt wie Musik. Ziehe Fazit. Am Arsch. Sie setzt mir mehr zu denn je. Nach fast 900 Tagen. Bin seit Montag krank zu Hause. Mal wieder erkältet. Doc P meint Zuhause bleiben. Ruhe geben. Die Umstände im Drecksverlag unter Dreckschef erlauben dies. Früher undenkbar. Bin echt fertig. Mach Pause beim Syrer und  ’n paar Gläschen roten.

Er vergeht keine Nacht, ohne ein Traum. Träume in allen Varianten, alle mit Ihr. Seit dem Gespräch mit Junior ist die Wunde wieder aufgerissen. Tiefer denn je. Sogar nachmittags, wenn ich erkältungsbedingt auf der Couch einschlafe, träum ich von Ihr. Ertappe mein Gehirn, wenn es sich überlegt, wo Sie wohl gerade ist. Ob ich dort nicht vorbei fahren könnte. Nur so. Mal schauen. Ob ich nicht in Ihre Nähe fahren konnte. Schauen ob ihr Auto dort steht. Oder der AMG. Bin versucht jedes Mal den neuen Status auf Whatsapp zu checken. Oft postet Sie dort. Nur antippen darf ich nicht. Das würde Sie sehen. So bleiben mir die kleinen Thumbnails.

Meine Selbstverteidigung funktioniert nicht mehr. All das konnte ich doch wunderbar unterdrücken. Mit mehr oder weniger Kraftaufwand. Hat fast immer funktioniert. Nur jetzt überhaupt nicht mehr. Was soll das werden? Wie soll das weitergehen? In ein paar Tagen bin ich zwar wieder fit, meine Knie sicher nicht. Kann mir weder den Frust von der Seele laufen noch derzeit ordentliche Bergtouren machen. Weglaufen ist also nicht.

Die Marlboros schmecken ausgezeichnet. Werde die Schachtel genießen und danach einen neuen Entzugs-Anlauf starten. Muss aufhören, das ist sicher.

Darf mich nicht weiter zurück ziehen. Muss wieder raus. Muss wieder mehr Konversation pflegen. Auch wenn ich dazu alles andere als Bock habe. Miststück halte ich auf Abstand. Andere Mumus auch. Dazu fehlt mir einfach die Energie.

Doc P hat mir gesteckt, dass die süße Bedienung auf seiner Cocktailparty Interesse geäußert hätte. Die muss ich mir nochmal genauer anschauen. Vielleicht weckt sie ja Etwas.

Bevor ich mich in den nächsten (Alp)-Traum stürze muss ich mir noch ein paar Züge genehmigen.

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Tag 0+880

Das Eis wird dünner. Damals hoffte ich, dass es nicht noch weiter runter geht. Aber nach 880 Tagen habe ich meinen bisherigen Tiefpunkt erreicht. Klar, die Umgebungsbedingungen sind alles andere als optimal. Aber wann sind sie das schon? Fräänk schrieb mir, dass Full Metal Jackett auf Kabel eins läuft. Zieh ich mir natürlich rein. Danach bin ich so aufgewühlt, dass ich beschließe nochmal loszuziehen. Direkt zur tanke. Eine Schachtel Kippen kaufen. Fahr die Ringstraße. Wie vor 20 Jahren. Damals im B10 mit 3kw Sound unterm Hintern. Heute einen Bruchteil der Leistung. Gefährt wie Musik. Ziehe Fazit. Am Arsch. Sie setzt mir mehr zu denn je. Bin seit Montag krank zu Hause. Mal wieder erkältet. Doc P meint Zuhause bleiben. Ruhe geben. Die Umstände im Drecksverlag unter Dreckschef erlauben dies. Früher undenkbar. Bin echt fertig. Mach Pause beim Syrer und n paar Gläschen roten.

Er vergeht keine Nacht, ohne ein Traum. Träume in allen Varianten. Alle mit Ihr. Seit dem Gespräch mit Junior ist die Wunde wieder aufgerissen. Tiefer denn je. Sogar nachmittags, wenn ich erkältungsbedingt auf der Couch einschlafe, träum ich von Ihr. Ertappe mein Gehirn, wenn es sich überlegt, wo Sie wohl gerade ist. Ob ich dort nicht vorbei fahren könnte. Nur so. Mal schauen. Ob ich nicht in Ihre Nähe fahren konnte. Schauen ob ihr Auto dort steht. Oder der AMG. Bin versucht jedes Mal den neuen Status auf Whatsapp zu checken. Oft postet Sie dort. Nur antippen darf ich nicht. Das würde Sie sehen. So bleiben mir die kleinen Thumbnails. Zu Erkennen ist darauf meist wenig.

Meine Selbstverteidigung funktioniert nicht mehr. All das konnte ich doch wunderbar unterdrücken. Mit mehr oder weniger Kraftaufwand. Hat fast immer funktioniert. Nur jetzt nicht mehr. Was soll das werden? Wie soll das weitergehen? In ein paar Tagen bin ich zwar wieder fit, nur meine Knie sicher nicht. Kann mir weder den Frust von der Seele laufen noch derzeit ordentliche Bergtouren machen. Weglaufen ist also nicht.

Die Marlboros schmecken ausgezeichnet. Werde die Schachtel genießen und danach einen neuen Entzugs-Anlauf starten. Muss aufhören, das ist sicher.

Darf mich nicht weiter zurück ziehen. muss wieder raus. Muss wieder mehr Konversation pflegen. Auch wenn ich dazu alles andere also Lust habe. Miststück halte ich auf Abstand. Andere Mumus auch. Dazu fehlt mir einfach die Energie.

Doc P hat mir gesteckt, dass die süße Saftschubse auf seiner Cocktailparty Interesse geäußert hätte. Die muss ich mir nochmal genauer anschauen. Hatte zu viel Sprit im Blut. Vielleicht weckt sie ja Etwas.

Bevor ich mich in den nächsten (Alp)-Traum stürze muss ich mir noch ein paar Züge genehmigen.

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Tag 0+858

Fällt mit gerade ein. N erwiderte gestern auf einen kleinen Auftrag hin, ich solle „es (mir) doch bitte selbst machen“. Sie habe wirklich viel zu tun. Das ganze auch noch per Mail. Wohlwissend, dass ihr großer Verehrer und Exchange-Admin so ziemlich alles mitliest. Die Kleine ist wohl wieder mal kurz vorm Eisprung. Normalerweise hätte ich sie ins Büro rufen, ihr meinen Schwanz in den Mund stecken und zwingen sollen das nochmal zu sagen.

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Tag 0+858

4 Uhr 13. Das ticken meiner Timex, die ich versehentlich am Nachttische habe liegen lassen weckt mich. Oder ist es die Sucht? Seit ca. einer Woche habe ich das Rauchen aufgehört. Naja, fast. Bis auf Sonntag und ein paar Ausfallschritte im Verlag. Sonntag hab ich mich etwas bei Syrer betrunken. Ein paar Spritzer Roter reichten. Auf dem Heimweg hat sie dann doch gesiegt, die Sucht. An der Tankstelle holte ich mir eine Schachtel Marlboro Gold für 6.

So rauche ich um 4 Uhr 18 eine auf dem Balkon. Ich Trottel. Träume fallen mir wieder ein. Träume mit Ihr. dieses Mal war ich allerdings souveräner. Hatte eine alte Freundin dabei. M. mit dem geilen Arsch. Ob er heute auch noch so scharf wie damals ist? Mit M. mit dem geilen Arsch, habe ich einige betrogen. C. Meine Gazelle, B. die Sängerin und auch Sie. Ich Schwein.

Ja das Rauchen. Wusste dass es hart wird. Aber so hart? Gehe regelmäßig die Wände hoch.  Eigentlich sollte mir Miststück bei jedem Suchtanfall einen blasen. Lässt sich in der Praxis aber eher schlecht umsetzen. So trinke ich stattdessen Unmengen von Schwarztee.

Bin auf unseren Ausflug von Donnerstag auf Freitag gespannt. Habe Ihrem drängen, mal wieder was über Nacht zu unternehmen, nachgegeben. Sicher nicht ohne Eigennutz. Einem Vortrag meines Halbgotts Martin will ich lauschen. Danach ein bisschen im Wellnesstempel entspannen. Vielleicht etwas leergesaugt werden. Habe ich mir doch nach so viel Entbehrung verdient!

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Tag 0+849

Trink, nach dem Arbeiten, den angebrochenen Roten aus. Bei Kerzenlicht. Fuck.

So‘ n Sonntag im Verlag geht mir auf die Nerven. Die Arschloch-Kollegen würden heute wenigstens zur Ablenkung herhalten.

Überlege mir wieder ne fette Kiste zu kaufen. V8, aufgeladen und nicht unter 400 Pferde. Endlich ne GS zu Ordern, oder/und ne coole Wohnung zu suchen. Nicht so ein Spießerloch. Treib mich auf Monster.de rum. Aber n Job für mich, scheint es Sicht zu geben. Alles niedere Gedanken. Nein, der R4 bleibt. Die Bude ist auch ok und die Kollegen können mich. Vorerst. Würde alles nichts ändern.
Prost.

Ob der Traum wohl Vorsehung war? Schon komisch dieser Zufall nach Monaten Gefühlsegal. Immerhin, ich fühle wieder.
Prost.

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Tag 0+848 II

Hol Junior ab. Lauf warten vor Ihrem Haus auf und ab um noch hastig eine zu Rauchen. Fühle mich dort entsprechend unwohl. Aber die Freude mit Sohn eine kleine Bergtour zu machen überwiegt.

Er hat Angst, dass ich ihn überfordere. Wobei ich mich selbst schonen muss. Mal wieder streift mich eine beschissene Erkältung. das beruhigt ihn. Die Nacht im Hirn hoff ‚ ich, dass er möglichst nichts von Ihr erzählt. Am bestens Garnichts.

Wetter ist anfangs eher schlecht. So laufen wir locker los. im Laufe der Tour wird mein drängen Gas zu geben immer stärker. Muss mich immer wieder zwingen langsamer zu laufen und manchmal zu warten. Junior tut sich echt hart. Fordert kurze trinkpausen ein. Überlege die Tour zu verlängern und einen zweiten Gipfel dranzuhängen. Muss aber Sohn entscheiden lassen. So kommen wir auf dem ersten Gipfel an. Sonnte kommt raus. Einfach geil. Sitzen am Kreuz im Schnee, machen Brotzeit, labern und glotzen ins Tal. Schön!

Eine vermeintliche Blase am Fuß löscht meine Hoffnung auf einen weiteren Höhepunkt. Wir beschließen wieder abzusteigen und einen fetten Burger zu uns zu nehmen. Auf der Heimfahrt diskutieren wir eifrig. Wie oft. Politik, Wirtschaft, eigentlich über so ziemlich alles. Im Eifer verplappert Sohn sich. Erzählt von einer coolen Ausfahrt mit einem AMG. Kaum erzählt, merke ich wie er Versucht zurück zu rudern. Cooler AMG? Junior hasst eigentlich fette Schlitten. Ich frage nach. Er muss immer heftiger rudern. Ich merke wie doof er sich fühlt.

Er will mich schonen. Ich frage nicht weiter. Ich weiß schon alles. Sie hat wieder jemanden. Fuck. Tat meinem Ego gut, zu denken, dass sie keinen will. Fuck. Er wollte mich schonen. Schonen, weil ich ihm beim letzten Mal essen sagte, wie ich zu seiner Mutter stehe. Dass ich sie alles andere als hasse. Ich weiß nicht wirklich ob er das alles verstanden hat. Schließlich stand unser, oder besser gesagt Ihr, eingeschläferter Hund im Vordergrund. Nach 14 Jahren und einem Monat, musste man ihm die Lichter aus machen.

Bin uneins. Weiß nicht ob ich das weiter vertiefen sollte. Habe die Frau meines Lebens verlassen, damit sie was besseres findet? Versteht man das mit 20 Jahren? Oder hab ich sie einfach verlassen, weil ich die Schnauze voll hatte?

Bin heute genau so weit wie Damals. Wenigstens merke ich mal wieder, dass ich lebe. Wenn es auch durch Leiden zum Ausdruck kommt.

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Tag 0+848

6 Uhr 3. Brauch frische Luft und Nikotin

Muss raus hier. Flüchte auf den Balkon eine rauchen. Leipzig war mir zu viel. In Trance überleg ich mir was passiert ist. Sauge depressiv an der Kippe. Himmel ist fiefblau, Sonne geht gerade auf. War wohl Nacht der Abrechnung.

Sitz in irgendeinem Hochhaus. Bestimmt der 20. oder 30. Stock. Alles steril. Alles weiß und von Chrom geprägt. Wie bei einem hypermodernen Zahnarzt. Fehlt nur noch das GEO-Abo auf dem Tisch. Sowas wie ein Psychologe zu meiner Rechten. Der Neue vor mir und Sie links. Alle in einigen Metern Entfernung. Psychologe gibt irgendeinen Mist von sich. „Es wäre Zeit, die Entscheidung in Taten umzusetzen „. Es wäre Zeit nach Leipzig zu ziehen und allen diese Tatsache nun mitzuteilen. Der Neue pflichtet ihm devot Kopfnickend zu. Der Neue ist überhaupt devot. Alles an ihm. Ein Schrägtaschen-neutral-Typ der gerne Erziehungsurlaub nimmt. Wegen Gleichberechtigung und so.

Sie sitzt links hinter mir. So dass ich sie nicht ohne Mühe sehen kann. Ich blicke erstaunt und fassungslos von einem zum nächsten. Von Psychologe zu Typ. Von Typ zu ihr. Und wieder zurück zu Psychologe, der immer noch quatscht. Ich bin starr vor Ohnmacht. Wie gefesselt und geknebelt. Situation, Ort, die fremden Menschen, und Inhalt sind mehr als befremdlich. Von allem das krasse Gegenteil von Ihr. Was soll das alles? Als ich wieder zu Ihr blicke, nickt auch sie abschließend. Wohl die finale Zustimmung.

Wache endlich auf. Realisiere, dass es diese Nacht öfter um Sie ging. Eigentlich in Endlosschleife. Sie beim Essen mit anti-Mann. Sie bei einem geschäftlich Treffen mit anti-Mann, Sie in Gesprächen mit Fräänk und was weiß ich noch… und ich immer dabei. Sonst vergesse ich meine Träume binnen Minuten. Diese leider nicht. Fuck.

Seit ich Ihr neues Foto auf whatsapp gesehen hab fliege ich wieder tiefer. Streife manchmal den Grund. Ich Arsch musste ja unbedingt storken. Bin gottfroh heute mit Junior in de Berge zu gehen. Das freut mich richtig!

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My pride is stronger than my feelings. I could think of you 24/7 and you still wouldn´t hear from me.

Unbekannt

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